SAP enthält einige der wichtigsten Informationen über Ihre Lieferanten: wer sie sind, was Sie von ihnen beziehen, wie viel Sie bei ihnen ausgeben und wie sie in Ihre Beschaffungsprozesse eingebunden sind.
Wichtige Ereignisse rund um Lieferanten entstehen jedoch häufig außerhalb Ihres ERP-Systems.
Ein Lieferant tritt in ein Insolvenzverfahren ein. Ein gesetzlicher Vertreter ändert sich. Ein neuer Jahresabschluss wird veröffentlicht. Ein registriertes Bankkonto ändert sich. Ein Unternehmen erscheint auf einer Sanktionsliste.
Diese Ereignisse entstehen in öffentlichen Registern und externen Datenquellen. Ihr SAP-System kann daher weiterhin vollkommen gültige Lieferantenstammdaten enthalten, obwohl sich das Risikoprofil des Lieferanten bereits verändert hat.
Hier kann Corween Ihr ERP ergänzen.
Ihr ERP weiß, wer Ihre Lieferanten sind. Corween erkennt, wenn sich bei ihnen etwas ändert.
SAP und Corween lösen unterschiedliche Teile des Problems
SAP ist für viele Einkaufsorganisationen das zentrale operative System.
Es verwaltet Lieferantenstammdaten, Bestellungen, Rechnungen, Zahlungen und weitere Geschäftsprozesse.
Corween konzentriert sich auf eine andere Ebene: externe Lieferanteninformationen.
Die Plattform überwacht kontinuierlich unterstützte öffentliche Register und Datenquellen auf Ereignisse, die für Einkaufs-, Compliance- und Risikoteams relevant sein können.
Beispiele sind:
- Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren
- Liquidation
- Änderungen bei Unternehmensvertretern
- Eigentümerwechsel
- neue Jahresabschlüsse
- wesentliche Änderungen finanzieller Kennzahlen
- Änderungen registrierter Bankkonten
- Treffer auf Sanktions- und AML-Listen
- weitere registerspezifische Risikoereignisse
Durch die Verbindung beider Systeme kann das bereits in SAP gepflegte Lieferantenportfolio gleichzeitig zum von Corween überwachten Portfolio werden.
Option 1: Mit einem CSV-Export aus SAP starten
Die Integration einer weiteren Plattform in ein ERP-System muss nicht immer mit einem IT-Projekt beginnen.
Der einfachste Weg, SAP-Lieferanten mit Corween zu überwachen, ist ein CSV-Export.
Exportieren Sie die relevante Lieferantenliste aus SAP und importieren Sie sie in Corween. Corween kann Unternehmenskennungen und weitere verfügbare Daten aus dem Export verwenden, um die zu überwachenden Unternehmen zu identifizieren.
Der Ablauf ist einfach:
SAP → CSV-Export → Corween-Import → Lieferantenmonitoring → Benachrichtigungen
Dieser Ansatz eignet sich besonders, wenn Sie schnell starten, das Lieferantenmonitoring mit einem bestehenden Portfolio testen oder Änderungen an Ihrer SAP-Umgebung vermeiden möchten.
Lieferanten müssen nicht einzeln manuell hinzugefügt werden.
Wenn sich das Lieferantenportfolio wesentlich ändert, kann ein neuer Export importiert werden, um die überwachte Liste mit Ihren Beschaffungsdaten abzugleichen.
Option 2: Lieferanten über die Corween API synchronisieren
Für Organisationen, die einen stärker automatisierten Workflow wünschen, kann die Lieferantensynchronisierung über die Corween API umgesetzt werden.
Ihre SAP-Umgebung, Middleware oder Integrationsschicht kann die API nutzen, um das in Corween überwachte Lieferantenportfolio mit Ihren internen Systemen zu synchronisieren.
Ein typischer Ablauf kann so aussehen:
SAP → Integrationsschicht → Corween API → Kontinuierliches Monitoring
Wird ein Lieferant in Ihrem System zur relevanten Lieferantengruppe hinzugefügt, kann er gleichzeitig zum Monitoring in Corween hinzugefügt werden.
Ändern sich Lieferantendaten, kann die entsprechende überwachte Entität aktualisiert werden.
Dadurch entfallen wiederholte manuelle CSV-Exporte und das Lieferantenmonitoring wird Teil des bestehenden Beschaffungsdatenflusses.
Die genaue Integrationsarchitektur hängt von Ihrer SAP-Umgebung und Ihren internen Prozessen ab. Corween erfordert weder den Ersatz von SAP noch die Migration von Beschaffungsdaten in ein weiteres ERP-ähnliches System. Es fungiert als externe Monitoringschicht für die Lieferanten, die Sie bereits verwalten.
Von der Lieferantensynchronisierung zur Risikobenachrichtigung
Die Synchronisierung der Lieferanten ist nur der erste Schritt.
Sobald ein Unternehmen überwacht wird, prüft Corween unterstützte externe Quellen auf relevante Änderungen und überführt erkannte Ereignisse in einen einheitlichen Monitoring-Feed.
Anstatt dass Einkaufsmitarbeiter regelmäßig nationale Handelsregister, Insolvenzregister, Jahresabschlussdatenbanken oder Sanktionsquellen prüfen, übernimmt Corween das Monitoring kontinuierlich.
Wenn sich etwas Relevantes ändert, können die Informationen an die Personen oder Systeme weitergegeben werden, die sie benötigen.
Abhängig von Ihrer Corween-Konfiguration können Monitoring-Informationen über unterstützte Benachrichtigungs- und Integrationskanäle wie E-Mail, API oder Webhooks genutzt werden.
Damit können Unternehmen Workflows aufbauen, bei denen ein externes Lieferantenereignis eine interne Prüfung auslöst.
Zum Beispiel:
Öffentliches Register → Corween erkennt Änderung → Risikoereignis → Benachrichtigung → Prüfung durch den Einkauf
Das ERP bleibt das operative System. Corween liefert das externe Signal.
Ein praktisches Beispiel
Stellen Sie sich eine Einkaufsorganisation mit 2.000 aktiven Lieferanten in SAP vor.
Jeden Lieferanten manuell in mehreren nationalen Registern zu prüfen, ist unrealistisch. Selbst eine vollständige jährliche Prüfung lässt lange Zeiträume, in denen wichtige Änderungen unbemerkt bleiben können.
Das Unternehmen exportiert daher seine relevanten Lieferanten aus SAP und importiert sie in Corween.
Später automatisiert es den Prozess über die Corween API, sodass neu aufgenommene Lieferanten automatisch zum Monitoring hinzugefügt werden.
Einige Monate später wird für einen der überwachten Lieferanten ein Insolvenzverfahren veröffentlicht.
Corween erkennt das Ereignis und erzeugt eine Benachrichtigung.
Das Einkaufsteam kann die Situation nun prüfen, solange noch Zeit besteht, offene Bestellungen, ausstehende Zahlungen, alternative Lieferanten oder vertragliche Verpflichtungen zu bewerten.
Am eigentlichen Einkaufsprozess in SAP muss sich nichts ändern.
Der Unterschied besteht darin, dass der Einkauf externe Informationen früher erhält.
Warum nicht alles direkt in SAP speichern?
ERP-Systeme eignen sich hervorragend zur Verwaltung interner Geschäftsprozesse, doch Informationen über Lieferantenrisiken stammen aus zahlreichen externen Quellen.
In Mittel- und Osteuropa können relevante Informationen verteilt sein auf:
- nationale Handelsregister
- Insolvenzregister
- Datenbanken für Jahresabschlüsse
- Quellen für Umsatzsteuer- und registrierte Bankkontodaten
- Sanktionslisten
- rechtliche Veröffentlichungen
- weitere staatliche Datenbanken
Diese Systeme verwenden unterschiedliche Identifikatoren, Schnittstellen, Sprachen und Veröffentlichungszyklen.
Alle diese Integrationen direkt in einer ERP-Umgebung nachzubilden und dauerhaft zu pflegen, kann unnötig komplex werden.
Corween stellt eine spezialisierte Monitoringschicht bereit, die unterstützte Quellen konsolidiert und Änderungen in normalisierte Ereignisse umwandelt.
SAP kann sich damit weiterhin auf die operativen Beschaffungsprozesse konzentrieren, während Corween überwacht, was sich außerhalb des Unternehmens verändert.
Einfach starten, später automatisieren
Ein Lieferantenmonitoring-Projekt muss nicht mit einer komplexen Integration beginnen.
Für viele Organisationen bietet sich folgender praktischer Weg an:
- Lieferanten aus SAP exportieren.
- Die CSV-Datei in Corween importieren.
- Das Monitoring des Lieferantenportfolios starten.
- Bewerten, welche Benachrichtigungen und Workflows hilfreich sind.
- Bei Bedarf die Synchronisierung über die API automatisieren.
So lässt sich der Nutzen demonstrieren, bevor Entwicklungszeit in eine tiefere Integration investiert wird.
Dasselbe Prinzip bedeutet auch, dass Corween nicht auf SAP beschränkt ist. Jedes ERP-System, jede Beschaffungsplattform oder jedes interne System, das Lieferantendaten exportieren oder über eine API kommunizieren kann, kann potenziell als Quelle für ein überwachtes Lieferantenportfolio dienen.
Machen Sie aus Ihrem Lieferantenstamm ein überwachtes Lieferantenportfolio
Die meisten Unternehmen pflegen bereits eine Liste der Lieferanten, die für sie relevant sind.
Was häufig fehlt, ist nicht noch eine Lieferantendatenbank, sondern ein kontinuierlicher Überblick darüber, was mit diesen Unternehmen außerhalb des ERP-Systems geschieht.
Corween ergänzt genau diese externe Monitoringschicht.
Lassen Sie die operativen Beschaffungsprozesse in SAP. Corween überwacht, was sich bei Ihren Lieferanten verändert.
Ob Sie mit einem CSV-Export beginnen oder den Prozess über die Corween API automatisieren: Das Ziel bleibt dasselbe — wichtige externe Lieferantenereignisse sollen Ihr Einkaufsteam erreichen, bevor daraus operative Überraschungen werden.